
Die Wärmedämmung der Gebäudehülle hat langfristige Folgen: Ist sie gut, hat der Hauseigentümer über Jahre hinweg geringe Heizkosten. Ist sie schlecht, wird unnötig viel Energie und Geld durch den Schornstein gejagt. Die Energieberater der Salzburg AG zeigen anhand einer Kosten-Nutzen-Rechnung, wie lange eine Investition in die Wärmedämmung braucht, um sich zum Beispiel über die geringeren Betriebskosten zu amortisieren.
Die Gebäudehülle umfasst Außenwände, Fenster, Türen, Dach und Kellerdecke.
Die Wirkung der Dämmung ist nicht nur von den verwendeten Materialien und Systemen, sondern auch von der handwerklich perfekten Ausführung abhängig. Für eine optimale Dämmung müssen Wärmebrücken vermieden werden, die Dämmung muss außerdem luft- und winddicht sein. Bei Wärmebrücken kann Wärme über Schwachstellen - wie beispielsweise die Übergänge bei Balkonen, Türen und Fenstern oder bei Gebäudeecken - nach außen dringen. Die Gefahr von Schimmelbildung steigt. Lesen Sie hier, wie man Schimmelbildung vermeiden und bekämpfen > kann.
Bei der Dämmung der Außenfassade sind das Wärmedämmverbundsystem und die Vorhangfassade Stand der Technik. Bei verputzten Fassaden wird üblicherweise mit einem Verbundsystem, bei verkleideten Fassaden mit dem Vorhangsystem gearbeitet. Da eine Dämmung der Außenwand an die Fenster luftdicht angeschlossen werden muss, ist im Falle von Sanierungen ein gleichzeitiger Fenstertausch zu empfehlen.
Die Dämmung des Daches ist nicht nur zur Verhinderung von Wärmeverlusten im Winter nötig, sondern dient auch dazu, im Sommer die Hitze im Gebäude zu verringern. Die Sparren sind die tragenden Holzbalken der Dachkonstruktion. Die Dämmung wird bei ausgebauten Dachgeschoßen entweder zwischen oder auf den Sparren angebracht. Bei einem ungenützten Dachboden können Energieverluste auch durch das Auflegen von Dämmplatten auf der obersten Geschoßdecke vermieden werden.
Der U-Wert ist eine Kennzahl, mit der sich der Wärmeschutz eines Bauteils - eines Fensters, einer Decke oder einer Außenwand - messen lässt. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Wärme durch einen Bauteil verloren geht. Je höher der Wert, desto höher der Energieverbrauch, je niedriger, desto besser ist die Wärmedämmung. Früher wurde diese Kennzahl "k-Wert" genannt. Die Einheit des U-Wertes wird in W/m²K angegeben.