
Warmwasser ist nach der Heizung und dem lieben Auto der drittgrößte Energiefresser im privaten Haushalt. Am effizientesten ist es, Wasser zentral über das Heizsystem zu erwärmen. Durch lange Leitungen kann dabei allerdings viel Wärme verloren gehen. Das macht den Einbau von Boilern und Durchlauferhitzern sinnvoll. Das freut auch die Umwelt, denn dadurch werden Energie- und Wasserverbrauch deutlich gesenkt.
Grundsätzlich sollte man die Wassertemperatur auf maximal 60 °C einstellen. Das verhindert übermäßige Wärmeverluste und reduziert die Kalkbildung. Jeder Grad mehr bewirkt ca. 2% mehr Energiebedarf und Kosten. Eine Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass bei Bedarf sofort warmes Wasser aus dem Hahn kommt. Diese sollte allerdings zeitgesteuert sein, damit sie nachts nicht ungenutzt weiterläuft. Mit einer gut eingestellten zentralen Warmwasserbereitung kann man pro Jahr bis zu 700 kWh Strom (das entspricht 115 Euro) sparen.
Wird das Warmwasser im Zentralheizungskessel bereitet, ist ein eigener Warmwasserspeicher für den Sommerbetrieb ideal, weil sonst viel Energie ungenutzt verloren geht. Eine Wärmepumpe nutzt beispielsweise kostenlose Umweltwärme (Luft, Erde, Wasser) für die Warmwasserbereitung. Für jede kWh Strom zum Antrieb erhält man zusätzlich 3 bis 4 kWh Wärme. Mit Sonnenkollektoren verringert man die Energiekosten ebenso deutlich: Eine gute Solaranlage kann bis zu 60% des jährlichen Energiebedarfes decken, in den Sommermonaten hat man 100% Abdeckung.
Durch lange Leitungen geht viel Wärme verloren. Es dort zu erhitzen, wo es gebraucht wird, ist auch sinnvoll, weil jeweils individuelle Warmwasser-Temperaturen für jedes Gerät eingestellt werden können. Herkömmliche Warmwasserbereiter heizen das Wasser allerdings immer auf Maximaltemperatur auf und verbrauchen dadurch unnötig viel Strom. Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer sind wesentlich effizienter, weil sie bei beliebiger Wassermenge die Temperatur genau regeln. Ein durchschnittlicher Haushalt kann sich damit rund 100 kWh (16 Euro) im Jahr sparen.
Kleine Warmwasserspeicher sollte man über Nacht einfach abschalten, z.B. mit einer Zeitschaltuhr. Größere Speicher abzuschalten lohnt sich dagegen meist nur bei längerer Abwesenheit, etwa im Urlaub. Im Schnitt kann sich ein Haushalt damit rund 50 kWh (8 Euro) im Jahr sparen.
Einhand- oder Thermostat-Mischbatterien helfen beim Warmwasser sparen. Für ein Vollbad muss man drei bis viermal so viel Wasser wie beim Duschen erhitzen. Mit einer kurzen Dusche verbraucht man also zumindest dreimal weniger Strom. Sparpotential: Bei einem durchschnittlichen Haushalt rund 600 kWh (100 Euro) im Jahr.
| Wasser & Strombedarf | Warmwasser 40°C | Strom kWh |
|---|---|---|
| Tagesbedarf (pro Person) | 30 - 50 Liter | 1 - 1,7 kWh |
| Duschen (pro Duschgang) | 30 - 50 Liter | 1 - 1,7 kWh |
| Wannenbad (pro Bad) | 150 - 180 Liter | 5,2 - 6,3 kWh |
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