
Stürme, Hochwasser und andere Naturkatastrophen werden häufiger - und gelten unter Experten als sicheres Zeichen für einen globalen Klimawandel, der die Lebensgrundlagen der Menschheit bedroht.
Temperatur- und Wetterschwankungen hat es in der Geschichte unseres Planeten immer gegeben. Doch seit einigen Jahrzehnten beobachten Wissenschafter einen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre, der nicht nur auf natürliche Schwankungen zurückzuführen, sondern durch Menschen verursacht ist.
In Österreich haben sich die durchschnittlichen Temperaturen im vergangenen Jahrhundert um rund 1,8 Grad Celsius erhöht. Damit ist die Zunahme im Alpenraum höher als im globalen Mittel von 0,7 Grad Celsius. Experten gehen davon aus, dass die höheren Temperaturen vor allem zu stärkeren und häufigeren Niederschlägen führen. (Quelle: Bericht Anpassung der Klimastrategie Österreichs zur Erreichung des Kyoto-Zieles 2008-2012; Lebensministerium, 2007)
Grund für diesen weltweiten Temperaturanstieg sind die von den Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen. Die steigende Konzentration an Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen wie Methan, Lachgas, FCKW und Ozon stört den Gleichgewichtszustand zwischen einstrahlender und abgestrahlter Energie in der erdnahen Atmosphäre unseres Planeten.
CO2 und andere für das Klima schädliche Gase entstehen durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, durch den Verkehr, die Landwirtschaft, die Tierhaltung oder das Roden von Regenwäldern.
Die Herstellung und der Transport von Konsumgütern verursachen pro Erdenbürger und Jahr 2,7 Tonnen Treibhausgase. Am zweiten Platz der Klimasünden liegen Heizung und Warmwasser, die pro Kopf und Jahr für 2,5 Tonnen Treibhausgase verantwortlich sind. An dritter Stelle findet sich der Verkehr mit 2,4 Tonnen Emissionen pro Kopf und Jahr. (Quelle: Klaus Füsser: Bin ich eine Klimasau? Klima schützen und damit besser leben. Riemann Verlag, München, 2008)
Die Auswirkungen des Temperaturanstiegs bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Menschen. Der Klimawandel führt zu einer Erhöhung des Meeresspiegels, die Polkappen und Gletscher schmelzen ab. Das Auftauen des Permafrosts kann Muren und Felsstürze auslösen. Der Bergwald verliert seine Schutzfunktion, die Tier- und Pflanzenwelt verändert sich. Eine natürliche Schneedecke wird es in tiefen bis mittleren Höhenlagen kaum mehr geben. Das hat viele Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft, Tourismus und Energieerzeugung.