
Das Kyoto-Ziel legt eine Senkung der Treibhausgasemissionen der Industriestaaten um fünf Prozent fest. Mittelfristig muss aber viel mehr reduziert werden, um das Überleben zu sichern.
Klimaschutz ist eine globale Aufgabe. Zur Stabilisierung der Treibhausgasemissionen wurde 1992 die UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) beschlossen. 1997 legte das Kyoto-Protokoll zum ersten Mal konkrete und verbindliche Reduktionsverpflichtungen fest. Die Industrieländer sind übereingekommen, die sechs wichtigsten Treibhausgase (CO2, Methan, Lachgas, teil- und vollhalogenierte Kohlenwasserstoffe sowie Schwefelhexafluorid) im Zeitraum 2008 bis 2012 um 5,2 Prozent zu senken.
Dabei haben die einzelnen Länder unterschiedliche Emissionsbegrenzungsverpflichtungen akzeptiert. Der Beitrag Österreichs zu diesem Ziel ist eine Verminderung der Treibhausgase um 13 Prozent. Die Klimaberichte der einzelnen Länder zeigen, dass die meisten Staaten von ihren Zielen noch meilenweit entfernt sind.
Das Kyoto-Protokoll trat im Januar 2005 in Kraft. Mehr als 180 Staaten haben es ratifiziert, es ist völkerrechtlich verbindlich. Die USA haben das Protokoll nicht unterzeichnet, obwohl sie für 36,1 Prozent des weltweiten Treibhausgas-Ausstoß verantwortlich sind.
Als wichtigste Maßnahmen, um die Menge an Treibhausgasen zu verringern, gelten der Umstieg auf erneuerbare Energie sowie ein effizienterer Einsatz von Energie. Ein attraktiver öffentlicher Verkehr, umweltfreundliche Antriebstechnologien und der Einsatz von Biotreibstoffen sollen den Anteil des Verkehrs am CO2-Ausstoß reduzieren.
Die EU-Kommission hat sich in ihrem Energie- und Klimapaket vorgenommen, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu senken. Gleichzeitig soll die Energieeffizienz um 20 Prozent gesteigert und der Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtbedarf auf 20 Prozent erhöht werden.
Im Jahr 2007 verursachte Österreich 88 Millionen Tonnen Treibhausgase - um 8,96 Millionen Tonnen mehr als im Jahr 1990. Die Emissionen haben zwischen 1990 und 2007 am stärksten beim Verkehr (plus 10,24 Millionen Tonnen) und bei der Industrie (plus 4,32 Millionen Tonnen) zugenommen. Rückgänge gab es vor allem beim Heizen (minus 3,33 Millionen Tonnen) sowie bei der Abfallwirtschaft (minus 1,45 Millionen Tonnen). (Quelle: Umweltbundesamt, VCÖ)
Im Dezember 2009 soll in Kopenhagen eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll ab dem Jahr 2012 beschlossen werden. Schließlich brauchen wir langfristig bis 2050 eine Reduktion des Treibhausgasausstoßes der Industrieländer um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990. (Quelle: www.bmu.de/klimaschutz/internationale_klimapolitik)
Quellen:
www.salzburg.gv.at
www.umweltbundesamt.at
www.vcö.at
www.klimaaktiv.at
www.bmu.de
www.nachhaltigkeit.at
www.lebensministerium.at