
Erneuerbare Energie steht fast unbegrenzt zur Verfügung - man muss sie nur geschickt und effizient nutzen.
Mit der Energie, welche die Sonne in einem Jahr zur Erde sendet, könnte der weltweite Energiebedarf 10.000fach gedeckt werden. Auch das Angebot an Wind, Wasser und Biomasse ist wesentlich größer als in der Energiegewinnung derzeit benötigt wird. Die erneuerbaren Energieträger gelten als der viel versprechende Ausweg aus der Energiekrise.
Zu den wichtigsten Quellen zählen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme sowie die Gezeiten. Sie stehen im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern Kohle, Öl oder Gas, die irgendwann verbraucht sein werden, fast unbegrenzt zur Verfügung und spielen damit eine Schlüsselrolle, wenn es um die Energieversorgung der Zukunft geht. Es braucht nur die entsprechenden Techniken, um dieses fast unerschöpfliche Reservoir auch sinnvoll und effizient zu nutzen.
Erneuerbare Energie spielt auch bei den Bemühungen, die CO2-Emissionen zu senken, eine zentrale Rolle. So wird bei der Verbrennung von Biomasse - wie etwa Holz - genau so viel Kohlendioxid frei, wie der Baum in seiner Lebensphase durch die Photosynthese aufgenommen hat. Erneuerbare Energie gilt deshalb weitgehend als CO2-neutral. Ein Problem bei erneuerbarer Energie, die aus Sonne und Wind gewonnen wird, ist, dass diese Energieträger nicht immer gleichmäßig zur Verfügung stehen und es deshalb im Hintergrund zur Sicherheit der Versorgung andere Kraftwerkspotenziale braucht.
In Österreich hatten im Jahr 2007 die erneuerbaren Energieträger einen Anteil von 25,3 Prozent am gesamten Energieverbrauch. Ziel der Europäischen Union ist es, bis zum Jahr 2020 ein Fünftel des Gesamtenergieeinsatzes in Europa aus erneuerbaren Quellen zu decken. Um das zu erreichen, muss Österreich seinen Anteil auf 34 Prozent bis zum Jahr 2020 erhöhen. Berücksichtigt man nur den Stromverbrauch in Österreich, dann hatten die erneuerbaren Energieträger 2007 einen Anteil von 60,4 Prozent, der Großteil davon (52 Prozent) stammt aus Wasserkraft. (Quelle: Umweltbundesamt/Energieeinsatz in Ö. bzw. e-control)
Im Bundesland Salzburg wird der Strom, der an die Kunden der Salzburg AG geliefert wird, zu 90 Prozent aus Wasserkraft, Biomasse und Ökoanlagen gewonnen.